Papierhandtuch vs. Händetrockner – was sagt die Wissenschaft?
Wer in öffentlichen Waschräumen die Wahl zwischen Papierhandtuch und elektrischem Händetrockner hat, trifft damit auch eine Hygiene-Entscheidung – auch wenn das auf den ersten Blick nicht so wirkt.
Was Studien zeigen
Mikrobiologen der University of Westminster untersuchten, wie stark sich Viruspartikel durch unterschiedliche Trocknungsmethoden in der Raumluft verteilen. Das Ergebnis: Jet-Lufttrockner gaben bis zu 100-mal mehr Viruspartikel in die Umgebungsluft ab als Papierhandtücher, Warmlufttrockner etwa 50-mal mehr – die Partikel konnten sich dabei in einem Radius von mehreren Metern um das Gerät verteilen.
Eine internationale Studie unter Leitung von Prof. Mark Wilcox (Mikrobiologe, University of Leeds) untersuchte über zwölf Wochen Waschräume in Krankenhäusern in Großbritannien, Frankreich und Italien. Ergebnis: Waschräume mit Jet-Air-Händetrocknern waren deutlich stärker mit Bakterien kontaminiert als jene mit Papierhandtüchern.
Auch das Robert Koch-Institut positioniert sich in diese Richtung und empfiehlt tendenziell Einweg-Papierhandtücher, da diese Keime durch das Abrieb-Prinzip binden, statt sie in die Luft zu verteilen.
Was das für die Praxis bedeutet
Für Umgebungen mit hohem Hygieneanspruch – Arztpraxen, Gastronomie, Lebensmittelverarbeitung, Krankenhäuser – ist das kein Nebenaspekt: Einige deutsche Krankenhäuser setzen aus genau diesem Grund ausschließlich auf Papierhandtücher statt elektrische Handtrockner.
Fazit
Die wissenschaftliche Datenlage spricht in mehreren unabhängigen Studien für Papierhandtücher als hygienischere Trocknungsmethode in öffentlichen und halböffentlichen Waschräumen. Ein Einbau-Handtuchspender wie der Paperr verbindet diesen Hygienevorteil mit einem Design, das sich nicht wie ein reines Zweckobjekt anfühlt.